Zum Besuch des italienischen Regierungschefs Monti bei Bundeskanzlerin Merkel schreibt die SCHWERINER VOLKSZEITUNG.

"Mario Monti ist bei seinem Antrittsbesuch in Berlin selbstbewusst aufgetreten. Er hat ein ehrgeiziges Sparprogramm für den hoch verschuldeten Staat durchgesetzt, das Land wieder auf Kurs gebracht. Der Gast aus Italien hat eine enorme Machtfülle: Ministerpräsident, Finanz- und Wirtschaftsminister in einer Person. Doch seine Expertenregierung ist fragil, von der Unterstützung des zerstrittenen Parlaments abhängig. Auch die Stimmung in der Bevölkerung angesichts der Einschnitte kann sich drehen. Demonstrationen wie in Athen auch in Rom, Florenz oder Neapel? Montis Warnungen vor Protesten gegen Europa und Deutschland, sollten sich keine greifbaren Erfolge zeigen, sind zwar nachvollziehbar. Doch die Belohnungen für seinen mutigen Kurs - etwa in Form niedrigerer Zinsen - vergibt nicht die Europäische Kommission oder die deutsche Kanzlerin. Italiens neuer Kurs muss von den Finanzmärkten honoriert werden, und wird es auch bereits",

hält die SCHWERINER VOLKSZEITUNG fest.

von www.dradio.de vom 12.01.2012

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